Inszenierungen


Zwei Leben (2012)

Bestiarium (2013)

Denkzettel (2014) (im Rahmen des Projekts „nachhaltig“)

Untenwelt (2015)

Auf dünnem Eis (2016)

Beziehungsweise (2017)

Stille Wasser (2018)

Weil's wahr ist! (2019)


 

Die erste Produktion 'Zwei Leben' (2011/2012) entwickelte die Gruppe (10 Personen zwischen 13 und 70 jahren) eine einstündige Parallelgeschichte zweier Menschen, deren Lebenslauf sich immer wieder kreuzt und die aus sehr verschiedenen sozialen Schichten stammen. Die Entwicklung läuft aber nicht klischeehaft in den vorgedachten Bahnen, sondern entwickelt sich gegenläufig, und zum Schluss gibt es eine zaghafte Annäherung zweier Menschen, die gefunden haben, was für sie wichtig ist.

Drei Aufführungen fanden im Seminarraum des Theaterverbandes Tirol statt.

 

Die zweite Produktion 'Bestiarium' (2012/13)  bot einen geführten Rundgang einer Gruppe durch ein Bestiarium an. In 12 verschiedenen Häusern wurden Szenen menschlicher Bestialität gezeigt, vom ertrinkenden Flüchtling bis zum Manager, der seine Liebe seiner Karriere opfert, und Politikern, die sich einem Sesselkleber-Contest stellen.

Die vier Aufführungen fanden im Bogentheater statt.

 

Die dritte Produktion 'Denkzettel' (2013/14) war etwas Besonderes, weil die Gruppe mit fünf anderen Gruppen zusammen in dem Projekt „nachhaltig. Szenen von heute für morgen“ eingebunden war. Sie entwickelte eine 20-minütige Szene mit einer sehr eigenwilligen Sichtweise, die die BesucherInnen (auch die ländlichen) erfreute und verwunderte.

Die sieben Aufführungen fanden an unterschiedlichsten Orten/Stätten statt, vom Freien Theater (Premiere) bis zum Recyclinghof Hall. Hier hat die 15-köpfige Gruppe sich im Umgang mit Menschen und Orten sehr flexibel zeigen müssen.

 

Die drei ersten Produktionen enthielten keine vorhandenen Texte, sondern wurden von der Gruppe vollständig selbst enbtwickelt.

 

Die vierte Produktion 'Untenwelt' (2014/2015) schildert den Weg eines Mannes in die eigene Vergangenheit, auf dem ihm Situationen gezeigt werden, die sein eigenes Verhalten widerspiegeln. Hier werden einige bereits vorhandene literarische Szenen mit selbst entwickelten kombiniert und zu einem neuen Gesamten verschmolzen.

Die fünf Aufführungen fanden in der Bäckerei statt.

 

Die fünfte Produktion 'Auf dünnem Eis' (2015/16)  ist ein Western. Ein Western eignet sich besonders gut, Verflechtungen und Verfilzungen von Machtkonstellationen auf engem Raum aufzuzeigen. Ob der Sheriff Dreck am Stecken hat, die Gang-Chefin am Schlepper- und Drogengeschäft gut verdient, der Barkeeper seinen durch Raub erworbenen Reichtum mit unlauteren Mitteln verteidigt oder die Puffmutter ihre Mädchen gewissenlos ausbeutet: Alle sind durch und durch korrupt und gehen über Leichen. Alle bewegen sich auf dünnem Eis. Und da gibt es auch den Rächer, der unerkannt in diese Gesellschaft eindringt und die Großen herausfordert.

Die fünf Aufführungen fanden in der Bäckerei statt.

 

Die sechste Produktion 'Beziehungsweise' (2016/17) verfolgt die Geschichte von vier Paaren, deren Leben durch eine Krise vollständig verändert wird. In vier Akten mit jeweils vier Szenen erfahren die 13 Personen des Stücks, dass 'es kein richtiges Leben im falschen' (Th. Adorno) gibt, und reagieren mit  unterschiedlichen Aktionen. Und auch hier spielen Männer Frauen und Frauen Männer, wie es halt passt.

Fünf Aufführungen fanden im TPZ Hall statt, zwei im Bogentheater Innsbruck.

 

In der  siebten Produktion ‚Stille Wasser‘ (2017/18) ging es um Wasser und darum, wie und zu welchem Zwecke man es manipulieren kann. Eine Bürgermeisterin beauftragte einen Wissenschafter, das Wasser der Stadt zu verunreinigen, um so die Bevölkerung u.a. dazu zu bringen, Mineralwasser zu kaufen. Das sollte scheinbar die Öffentliche Hand entlasten und ihr und einigen der Stadtregierung, die das üble Spiel mittrugen, großen Reichtum bringen. Aber es gab auch eine Widerstandsgruppe, die es sich zum Ziel setzte, das Vorhaben zu durchkreuzen und die Bevölkerung vor Schaden zu bewahren. 

Wie das gelingen konnte, zeigte diese Politsatire in einem turbulenten Stück, das zwar frei erfunden, aber sehr real ist. Und der Tod war immer dabei und spielte sein eigenes Spiel.

Sieben Aufführungen fanden im Theater im Sudhaus (TPZ) in Hall statt.